Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage (SOR-SMC) ist ein Projekt von und für SchülerInnen, die gegen alle Formen von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, aktiv vorgehen und einen Beitrag zu einer gewaltfreien, demokratischen Gesellschaft leisten wollen.
WIE WIRD MAN EINE SOR-SMC?
Will eine Schule eine SOR-SMC werden, bedarf es dazu der Initiative der SchülerInnen aktiv zu werden. Die SchülerInnen müssen selbst entscheiden, in welcher Weise sie die formale Voraussetzung zur Teilnahme am Projekt SOR-SMC erfüllen, nämlich die Unterschrift von mindestens 70 Prozent aller direkten Angehörigen ihrer Schule (SchülerInnen, LehrerInnen, SekretärInnen, Hausmeister, etc.) zu sammeln.
Der Titel wird den SchülerInnen und somit der Schule in einem feierlichen Festakt übergeben. Die SchülerInnen sollen sich eine Patin oder einen Paten für ihre Schulen suchen. Häufig sind dies Personen aus den Bereichen Kunst, Politik, Medien oder Sport.
Die Bundeskoordination von SOR-SMC hat die Aufgabe, diesen Prozess zu fördern. Die von ihnen angebotenen Veranstaltungen dienen dem Erfahrungsaustausch unter den SchülerInnen, der Anerkennung und Bestätigung ihres bisherigen Einsatzes und dem persönlichen Kennenlernen. Erfahrungsgemäß sind diese Ziele am besten in Open space-Veranstaltungen zu erreichen. So werden SchülerInnen zum Beispiel über Strukturen rechtsextremer Organisationen oder der rechten Musikszene informiert, aber auch über die Arbeit von staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen, die im Bereich Menschenrechtserziehung tätig sind.
Die Schulen verpflichten sich zudem, aktiv in der Auseinandersetzung mit dem Thema „Rassismus“ zu sein und Projekte, Veranstaltungen oder Ähnliches regelmäßig umzusetzen.
Das Projekt wurde bereits mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt. So erhielt es den Jugendkulturpreis NRW (1996 und 1998), den Förderpreis "Demokratie leben" des Deutschen Bundestages (1997 und 1999), den Aachener Friedenspreis (1997), den Civis-Preis des WDR Köln (1997), den Heinrich-Bußman- Preis der SPD Lünen (1997), die Buber-Rosenzweig-Medaille vom Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit 2001) und 2004 wurde das Projekt vom Bündnis für Demokratie und Toleranz als Botschafter der Toleranz ausgezeichnet.
Selbstverständnis von SOR-SMC
Diese drei Punkte sind das Selbstverständnis einer "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". Wollt Ihr zu einer "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage werden, müssen sich mindestens 70 Prozent aller SchülerInnen, LehrerInnen und sonstigen Personen an Eurer Schule persönlich mit ihrer Unterschrift dazu bekennen:
| 1. | Ich werde mich dafür einsetzen, dass es zu einer zentralen Aufgabe meiner Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden. |
| 2. | Wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, einander künftig zu achten. |
| 3. | Ich setze mich dafür ein, dass an meiner Schule ein Mal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen |
Wer sich näher mit diesem Projekt informieren möchte, kann dies auf folgender Homepage:
www.schule-ohne-rassismus.org