Gesellschaftswissenschaften

Geschrieben von Felix Unger.

Die Informationen dieser Seite sowie die Nummerierung der Kapitel sind der aktuellen Version unseres Schulprogramms entnommen, das HIER zum Download bereit steht.

2.4. Die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer
Das EvB bietet alle gesellschaftswissenschaftlichen Fächer der gymnasialen Stundentafel (außer Pädagogik) an. Traditionelle Schwerpunkte sind im Leistungskursbereich Erdkunde, Geschichte und Sozialwissenschaften und im Grundkurs Erdkunde bilingual, welches ab dem Schuljahr 2015/16 aufgrund der (nicht) vorhandenen Lehrerressourcen durch Geschichte bilingual ersetzt werden muss.


2.4.1. Politik/ Wirtschaft – Sozialwissenschaften

Seinem genuinen Charakter entsprechend kommt das Fach Politik/Wirtschaft in der SI bzw. Sozialwissenschaften in der S II den in unserem pädagogischen und sozialem Leitbild formulierten Zielen, Schüler zu „selbstbestimmtem, selbstständigem und selbstverantwortetem Handeln“ im Kontext „verantwortungsvoller demokratischer Teilhabe und Mitbestimmung“ zu befähigen (s. 1.1.), mit seinen sachlichen, methodischen, beurteilenden und handlungsorientierten Kompetenzerwartungen in besonderer Weise nach.
Im Bewusstsein dieser zugleich gesellschaftlich, politisch und ökonomisch ausgerichteten Zielsetzung hat sich die Fachkonferenz auch zugunsten der politischen Bildung i.w.S. gegen eine mögliche Schwerpunktsetzung „Ökonomie“ in der SII entschieden.
Aber auch schon unseren Jüngsten soll der Weg zur/zum selbst-, sozial- und umweltverantwortlichen jungen Bürger/in in der Gesellschaft, im Staat und in der Wirtschaft eröffnet werden, weshalb das Fach Politik/ Wirtschaft bereits die Schüler der 5. Jahrgangsstufe zur Wahrnehmung eigener Lebenschancen und Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe befähigen will. Unserem pädagogischen und sozialen Leitbild verpflichtet konzentrieren wir uns zunächst besonders auf die Werteerziehung und die Entfaltung von Team- und Konfliktfähigkeit im Sinne des Selbstverständnisses unserer Schule als Solidargemeinschaft. Auf diesem Hintergrund haben wir auch die Verantwortung für die Ausbildung zum Medienscout an unserer Schule übernommen. Ab der Jahrgangsstufe 8 besteht für interessierte Schüler die Möglichkeit, neben dem Fach Politik/Wirtschaft auch das Fach Gesellschaftswissenschaften, d. i. eine Fächerkombination von „Geschichte“ und „Politik/Wirtschaft“, im Differenzierungsbereich II zu wählen                (s. 2.8.3.), sodass hier schon die Vorbereitung auf verantwortliches Handeln hinsichtlich einer sich ständig wandelnden Berufs- und Arbeitswelt verstärkt einsetzen kann.

Viele Schüler, die „Gesellschaftswissenschaften“ im Differenzierungsbereich II gewählt haben, entscheiden sich in der S II für einen Leistungskurs „Sozialwissenschaften“, der regelmäßig angeboten werden kann und in dem besonderer Wert auf die analytische Klärung und ideologiekritische Schärfung des Bürgerbewusstseins gelegt wird.
Der Fachkonferenz Politik/Wirtschaft - Sozialwissenschaften ist es ein besonderes Anliegen, den Schülern die Relevanz der durch das Fach vermittelten Kompetenzen für ihre unmittelbare Lebenswirklichkeit auch erfahrbar zu machen. Deshalb bilden Exkursionen sowie die Vernetzung mit schulischen Prozessen, wie der Interessenvertretung der Schüler, und außerunterrichtlichen Partnern (z.B. der Kreissparkasse Köln) essentielle Bausteine unseres Unterrichts.
Den kontinuierlichen Ausbau der Möglichkeiten realen Handelns in Form der Vernetzung mit schulischen Prozessen und außerunterrichtlichen Partnern hat die Fachkonferenz zu einer ihrer Kernaufgaben erhoben.


2.4.2. Geschichte
Das Fach Geschichte wird am EvB in den Jahrgangsstufen 6, 7 und 9 sowie in der Sekundarstufe II unterrichtet. In der Jahrgangsstufe 8 ist Geschichte im Wahlpflichtbereich „Gesellschaftswissenschaften“ vertreten. In der Jahrgangsstufe 9 wird Geschichte bilingual  deutsch-englisch angeboten. In der Q1 und Q2 wird traditionell Geschichte auch als Leistungskurs angeboten. Ab dem Schuljahr 2015 / 16 haben unsere Schüler zudem die Möglichkeit, einen bilingualen Geschichtskurs anzuwählen.
Ziel historischen Lernens Entsprechend den im Kernlehrplan Geschichte aufgeführten Bestimmungen soll das Fach Geschichte einen Beitrag zur Entwicklung von Kompetenzen leisten, die für das Verstehen gesellschaftlicher Realität sowie für das Leben und die Mitwirkung in einem demokratisch verfassten Gemeinwesen notwendig sind. Das sind Sachkompetenz, Methodenkompetenz, Urteilskompetenz und Handlungskompetenz.
Wie versuchen wir den Geschichtsunterricht am EvB zu gestalten, um diese Zielvorgabe zu erreichen?
Um das Ziel historischen Lernens auch vor dem Hintergrund zunehmend heterogener Lerngruppen zu erreichen, setzt der Geschichtsunterricht am EvB auf konzeptionelle Überlegungen, die aus drei Säulen bestehen:
1. Orientierung an der curricular verankerten Kompetenzentwicklung;
2. Orientierung an den zehn Kriterien guten Unterrichts nach Hilbert Meyer;
3. Berücksichtigung lernpsychologischer Überlegungen, nach denen Lernen ein aktiver und individueller Prozess ist und die Anwendung dieser     Erkenntnis durch die häufige Nutzung von kooperativen Lernmethoden.

Durch die Vernetzung der einzelnen Elemente versuchen wir einen Unterricht zu organisieren, der zu einer hohen Schüleraktivierung führt und unsere Schülerinnen und Schüler individuell fördert, damit diese sich in der gesellschaftlichen Wirklichkeit unseres demokratisch organisierten Gemeinwesens orientieren und dieselbe mitgestalten können. Historisches Lernen am EvB findet aber nicht nur im unterrichtlichen Rahmen statt, sondern auch durch folgende außerunterrichtlichen Angebote.
Exkursionen: Exkursionen ins „ELDE-Haus“ nach Köln oder ins „Haus der Geschichte“
nach Bonn.
Wettbewerbe: Unsere Schüler werden zur Teilnahme an einschlägigen Geschichtswettbewerben
ermutigt.


2.4.3. Erdkunde (in Arbeit)


2.4.4. Philosophie/Praktische Philosophie
Im Rahmen des Schulprogramms übernimmt das Fach Philosophie bzw. Praktische Philosophie eine besondere Aufgabe im Bereich der Werteerziehung, da eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Moralvorstellungen, die für das menschliche Zusammenleben unabdingbar ist, eine seiner wesentlichen Unterrichtsdimensionen darstellt. Die Leitidee einer Ausrichtung am rationalargumentativen Diskurs, der von Schülerinnen und Schülern mit ganz unterschiedlichen Wertvorstellungen und Weltanschauungen eine sachorientierte, von gegenseitiger Achtung geprägte Auseinandersetzung mit anderen Positionen verlangt, lässt den Philosophieunterricht zu einem Ort werden, an dem Werteerziehung konkret erfahrbar wird, um gemeinsam tragfähige normative Vorstellungen zu erarbeiten. Der Unterricht folgt den drei Grundsätzen der Schüler-, Gegenstands- und Methodenorientierung, d.h. er orientiert sich an den Interessen und an der Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler, an progressiver Wissenserweiterung und an der Vernetzung des Wissens mit den fachspezifischen Themenbereichen, sowie an der systematischen Vermittlung zunehmender methodischer Kompetenzen.
Seit dem Schuljahr 2013/14 wird das Fach Praktische Philosophie regelmäßig als Ersatzfach für Religion ab der Stufe 5 am Engelbert-von-Berg-Gymnasium unterrichtet.
Die Blockung der Philosophie- und Religionskurse ist in den drei Oberstufenjahrgängen so eingerichtet, dass die Schülerinnen und Schüler entweder das Unterrichtsfach Philosophie oder Religion anwählen können. Im Rahmen des Faches wird es den Schülerinnen und Schülern der Oberstufe ermöglicht, an einem jährlich stattfindenden Essay-Wettbewerb teilzunehmen.


Seit November 2013 richtet die Fachschaft Philosophie am jährlich stattfindenden Tag der offenen Tür ein ‚Philosophie-Labor’ ein, in dem sich die Besucher an 14 Denkstationen anschaulich mit Fragen aus den Bereichen Anthropologie, Moralphilosophie und Erkenntnistheorie beschäftigen können. Wegen des großen und interessierten Zuspruchs soll diese Form der Präsentation des Fachs beibehalten und ausgebaut werden.                               Die Fachschaft wird in den kommenden Schuljahren sowohl in Kontakt mit dem nahe gelegenen buddhistischen Begegnungszentrum Daiseion-ji als auch dem türkischislamischen Kultur-Verein DITIB treten, um den Schülerinnen und Schülern eine lebensnahe Beschäftigung mit den Weltreligionen im Fach Praktische Philosophie zu ermöglichen.